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Leasingprojekt – Wo geht die Reise hin?

Die derzeitige Leasingbilanzierung dürfte eine der größten Spielwiesen der IFRS-Rechnungslegung sein. Fast immer geht es darum, eine off-balance-Darstellung zu erreichen. Dass dies in vielen Fällen auch gelingt, ist auch findiger Vertragsgestaltung zu verdanken.

Seit mehr als einer Dekade wird deshalb über eine Reform der Leasingbilanzierung diskutiert. Mit einem Diskussionspapier im Jahr 2009 nahm die neue Bilanzierung von Leasingverhältnissen konkretere Züge an. Heute, nach sechs Jahren, zwei Standardentwürfen (ED2010 und ED2013) und ausgiebigen Folgeberatungen, ist das Ziel einer sachgerechteren Leasingdarstellung in greifbare Nähe gerückt. In umfangreichen, teilweise emotional geführten Diskussionen und Stellungnahmen sind die sehr theoretischen und eher der reinen Lehre entsprechenden Ansätze zunehmend der pragmatischen und praxisorientierten Vorgehensweise gewichen. Dennoch werden die Neuregelungen zur Leasingbilanzierung weitreichende Implikationen für Leasingnehmer mit sich bringen. Der finale Standard wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2015 vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht.

Leasingverhältnisse werden danach grundsätzlich nicht mehr als Mietverhältnisse und damit als schwebende Geschäfte gesehen (bisherige Operating Leases) und müssen entsprechend in der Bilanz angesetzt werden. Der Leasingnehmer bilanziert künftig als Vermögenswert ein Nutzungsrecht (Right-of-Use-Asset) und als Verbindlichkeit die Verpflichtung zur Zahlung der Leasingraten. Sowohl der Vermögenswert als auch die Verbindlichkeit berücksichtigen mögliche Rechte und Verpflichtungen aus Kündigungs- und Verlängerungsoptionen sowie Restwertgarantien. In der GuV-Darstellung wird der Einstufung von Leasinggeschäften als Finanzierungsgeschäft mit Erwerb eines Nutzungsrechtes Rechnung getragen. Die Aufwandsverteilung erfolgt insgesamt degressiv („frontloading“): Das Nutzungsrecht wird linear abgeschrieben und die Verbindlichkeit nach der Zinseszins-Methode vermindert.

Neben den Auswirkungen auf zentrale Größen der Financial Performance wird die Umstellung der Leasingbilanzierung zu einem erhöhten Ressourcenbedarf und erweiterten Anforderungen an die Datenbeschaffung und -verarbeitung sowie an das interne und externe Berichtswesen führen. Die endgültige Veröffentlichung des Standards und der Zeitpunkt des erstmaligen Inkrafttretens stehen zwar noch aus, aber die Zeit ist bereits gekommen, um sich mit den Auswirkungen auf das eigene Unternehmen auseinanderzusetzen.

Einzelheiten zu dem Leasingprojekt, insbesondere:

  • Ergebnisse der Überarbeitungen durch IASB und FASB,
  • Überblick der kommenden Neuregelungen zu Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasinggeschäften,
  • Übergangsregelungen und Erleichterungen
  • Auswirkungen auf die Financial Performance
  • Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP

 

erfahren Sie von unserem Leasingspezialisten, Dr. Peter Adolph in unserem Webinar.

Zielgruppe

Mitarbeiter Buchhaltung / (Konzern)Rechnungswesen / Fach- oder Grundsatzabteilung, Controller, Beteiligungscontrolling, Analysten, Geschäftsführung, Interne Revision, Abschlussprüfer, Steuerberater, sonstige Unternehmensberater 

Webinardauer

1,5 Stunden

Gesamtdauer:
von Uhr bis Uhr in einem Zeitraum von 1 Monat

Termine

Termine folgen in Kürze.